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niedrigschwellige Betreuung

niedrigschwellige Betreuung

Die Lebenshilfe bekennt sich zum unantastbaren Lebensrecht geistig behinderter Menschen und tritt engagiert dafür ein, dass ihnen Hilfen zur Verfügung stehen, die sie während ihres ganzen Lebens brauchen. Menschen mit geistiger Behinderung und deren Angehörigen sind zeitlich, physisch und psychisch höheren alltäglichen Belastungen ausgesetzt. Deshalb benötigen sie eine individuelle fach- und bedarfsgerechte so wie eine entlastende Hilfe.

Seit der Gründung wurde zahlreiche Angebote in eigener Trägerschaft aufgebaut. Dazu gehören Frühförderung, Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen und Wohnangebote in einer Wohnstätte mit interner und externer Tagesstruktur, Wohnangebote in Außenwohngruppen und ambulant betreutes Wohnen.

In den Bereichen Frühförderstelle und Wohnangebote verzeichnen wir eine Aufgabenerweiterung hinsichtlich steigenden Betreuungsnachfragen, die den niedrigschwelligen Betreuungsangeboten entsprechen. Deshalb wollen wir dieses Angebot aufbauen und in nachfolgender Konzeption Ziele, Inhalte, Aufgaben und Strukturen näher beschreiben.

Nach § 45 b Abs. 3 SGB XI stellt das niedrigschwellige Betreuungsangebot für die betroffenen Familien | Einrichtungen einen entlastenden Dienst dar.

Die Betreuungsleistungen entsprechen dem Pflegeleistungsergänzungsgesetz nach § 45 SGB XI. Die heilpädagogischen Maßnahmen sind ausgerichtet auf individuelle Betreuung, Förderung, Unterstützung und Hilfe bei den Verrichtungen im Alltag. Die Begleitung und Unterstützung  orientiert sich an den Wünschen und Möglichkeiten des Einzelnen. Die Erhaltung bzw. Erlangung von Kompetenzen im lebenspraktischen Bereich sowie im gesellschaftlichen Leben hat zentrale Bedeutung. Pflegende Angehörige werden entlastet und beratend unterstützt.

Das wesentliche Ziel besteht darin, Menschen mit Behinderung in ihrer Eigenständigkeit, als wichtige Voraussetzung für die volle Einbeziehung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu stärken und ihnen durch Begleitung und Assistenz einen Zugang zu einfachsten Handlungen des alltäglichen Lebens zu öffnen. Dabei sollen vorhandene Fähigkeiten der Menschen stabilisiert und eine gesunde Lebensweise gefördert werden.

Das Angebot versteht sich als Ergänzung oder Vertiefung zu Inhalten des ambulant betreuten Wohnens oder anderer Hilfskonzepte. Individuelle Ziele werden mit dem Menschen selbst, Angehörigen oder Betreuern abgestimmt.

Angehörigen oder anderer eingebundener Helfer erhalten eine Entlastung und können die freie Zeit für ihre eigenen Bedürfnisse nutzen.


Im Mittelpunkt des Handelns stehen die Menschen mit Behinderungen, deren Wünsche und Bedürfnisse. An ihnen richten sich Ziele und Aufgaben des Angebotes aus. Weiterhin wird eine Abstimmung mit den Angehörigen, Betreuern und anderen Hilfeleistenden erfolgen, um zu gewähren, dass durch die niedrigschwelligen Angebote bisher noch nicht berücksichtigte oder besonders dringliche Bereiche erreicht werden.

Zu den Inhalten und Aufgaben gehören besipielhaft:

 

  •  Unterstützung und Förderung bei Alltagskompetenzen im lebenspraktischen   Bereich
  • Gestaltung des Lebensalltags: Training von zeitlicher und räumlicher Orientierung
  • Gestaltung und Pflege der Wohnung oder des Wohnbereiches
  • Förderung des körperlichen Wohlergehens und der Gesundheit durch  ausgewogene und angemessene Ernährung und Bewegung
  • ausreichende Ruhe und Entspannung
  • Unterstützung zur Wahrnehmung sozialer Kontakte in der Nachbarschaft
  • Förderung persönlicher Interessen und Hobbys
  • Umsetzung der Wünsche und Anregungen der Angehörigen oder Betreuer

Das niedrigschwellige Betreuungsangebot richtet sich an Menschen

  •  mit geistiger Behinderung oder
  •  einer Demenzerkrankung  oder
  •  einer psychischen Erkrankung oder an
  •  Menschen mit einem erhöhten Betreuungsbedarf

Weiterhin können pflegenden Angehörige dieses Angebot zur stundenweisen Entlastung in Anspruch nehmen. Das Angebot richtet sich an Menschen mit einem Wohnsitz im Landkreis Zwickau.

Die niedrigschwellige Betreuung  erfolgt nach Bedarf in den Räumlichkeiten der Lebenshilfe Westsachsen e.V.. Geeignete Räume befinden sich in der Wohnstätte in Reinsdorf, in der Frühförderstelle in Wilkau – Haßlau oder im Förderbereich der Behindertenwerkstatt  Reinsdorf. Je nach Inhalt des Angebotes und zeitlicher Durchführung wird der geeignetste Raum ausgewählt.

Auf Wunsch wird das Angebot in der häuslichen Umgebung erbracht.

 

Partnerlinks

Autofahren mit Handicap
www.motor-talk.de

Behindertenwerkstatt
Reinsdorf gGmbH
www.behindertenwerkstatt-reinsdorf.de

Unsere Begegnungsstätte in Kirchberg
www.marie-cafe.de

Kontakt

Lebenshilfe Westsachsen e.V.
Karl-Liebknecht-Straße 53
08112 Wilkau-Haßlau
telefon (03 75) 2 77 59-22
telefax (03 75) 2 77 59-19
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